Anarchie
"Warum mir aber in neuster Welt
Anarchie gar so gut gefällt?
Ein jeder lebt nach seinem Sinn,
das ist nun auch mein Gewinn!
Ich lass' einem jedem sein Bestreben,
um auch nach meinem Sinn zu leben."
- Johann Wolfgang v. Goethe -

"Warum ist unsere Fahne schwarz? Schwarz ist der Schatten der Negation; die schwarze Fahne ist die Negation aller Flaggen. Es ist eine Verneinung des Nationalismus, welcher die Menschheit gegen sich selbst ausspielt und die Einheit aller Menschen negiert. Schwarz ist die Stimmung der Wut, der Empörung über all die grauenhaften Verbrechen an der Menschlichkeit im Namen der Treue zu dem einen oder dem anderen Staat. Es ist die Wut und Empörung über die Beleidigung menschlicher Intelligenz durch Scheinheiligkeit, Heuchelei und billige Machenschaften der Regierungen.
Schwarz ist auch die Farbe der Trauer; die schwarze Fahne, welche die Nationen zunichte macht, betrauert die Opfer, die ungezählten millionen Ermordeten ind Kriegen im Inneren wie Äusseren zum Ziele noch größeren Ansehens oder Macht eines Staates. Sie betrauert jene, deren Arbeit ausgebeutet (besteuert) für das Abschlachten und die Unterdrückung anderer Menschen. Sie betrauert nicht nur den Tod der Körper, sondern auch die Lähmung des Geistes in autoritären und hierarchischen Systemen; sie betrauert die Millionen stillgelegten Hirnzellen ohne Chance, jemals die Welt zu erhellen. Es ist eine Farbe untröstlichen Schmerzes.
Aber Schwarz ist auch schön. Es ist eine Farbe der Bestimmung, der Entschlossenheit, der Stärke, eine Farbe, die alle anderen Farben bestimmt und definiert. Schwarz ist die mysteriöse Umrahmung der Keimung, der Fertilität, des Nährbodens für neues Leben, welches sich stets im Dunkeln bildet, erneuert und reproduziert. Die Saat in der Erde, der seltsame Weg von Spermien, die geheimnisvolle Reifung des Embryos in der Gebärmutter, all dies wird umgeben von schützendem Dunkel."
[Quelle: "Reinventing Anarchy, Again" by Howard Ehrlich]
Zum anderen zeigt sich ein weiteres Phänomen in der
Entstehung vielfältigster Organisationen, die den
Menschen helfen, ihre Angelegenheiten selbst in die
Hand zu nehmen (...) Dieses Phänomen ist zwar
gegenwärtig nur in bescheidenen Ansätzen sichtbar,
wird aber auf Dauer die Staatsmacht untergraben.
gesellschaftlichen Lebens.
der Selbstmord der Gesellschaft. Der Besitz ist rechtlich;
das Eigentum ist wiederrechtlich
Das Land denen, die es bearbeiten!
Parteien sind zum schlafen da
--Zeitung >883< 1971--
Verteilt die Macht, damit sie keinen mächtig macht!
Revolutionäre haben die Pflicht, anderen dabei zu helfen,
ebenfalls Revolutionär zu werden, aber nicht die Pflicht,
Revolution zu machen. Und das ist nur dann möglich,
wenn der Revolutionär oder die Revolutionärin zuerst bei
sich selbst mit der Veränderung anfängt.
Es gibt ein anderes Leben.
ohne umzukommen.
Herrschaft ist eine geschichtlich relativ späte Erfindung
und typisch mit der Entstehung des Patriarchats
verknüpft.
Je mehr Gesetze und Beschränkungen,
Räuber.
Dem Volk, das unter einem König ist,
--Cicero--
Horst Stowasser - Gedenkseite
Jeden Abend werfe ich
Eine Zukunft hinter mich
Die sich niemals mehr erhebt
Denn sie hat im Geiste nur gelebt.
Neue Bilder werden wachsen
Welten drehn um neue Achsen
werden, sterben, lieben, schaffen
die Vergangenheiten klaffen.
Tobend, wirbelnd stürzt die Zeit
In die Gruft das Leben schreit.
Horst Stowasser @ Interpenetration Festival '08
(Teil 1) - Utopie Menschenwürde?
Horst Stowasser @ Interpenetration Festival '08
(Teil 2) - Utopie Menschenwürde?
Horst Stowasser @ Interpenetration Festival '08
(Teil 3) - Utopie Menschenwürde?
Horst Stowasser @ Interpenetration Festival '08
(Teil 4) - Utopie Menschenwürde?
Horst Stowasser - Anarchie! Kapitel 1 "Einiges zur
Verwirrung"
Horst Stowasser - "Anarchie!" , Kapitel 2, "Der
Begriff Anarchie"
Horst Stowasser - Anarchie!:
Idee - Geschichte - Perspektiven

Horst Stowasser - Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven
Publisher: Edition Nautilus | 2007-02-01 | ISBN: 3894015373 | File type: PDF | 510 pages | 5.31 mb
Bunt, bizarr und widersprüchlich, verführerisch für die einen, Inbegriff des Bösen für die anderen, zieht sich die Idee der Anarchie durch die Geschichte der Menschheit. Ist sie ein weltfremder Traum oder ein noch zu realisierender Entwurf? Das Buch berichtet von Versuchen, diese Vision zu verwirklichen. Eine informative und kurzweilig geschriebene Einführung in Ideenwelt und Geschichte des Anarchismus, die neue Impulse gibt.
Horst Stowasser, Jahrgang 1951, lebt als freier Autor in Südwestdeutschland. Abitur in Argentinien und Deutschland, Studium der Landwirtschaft und Romanistik, Weltreisen. 1971 Gründung des anarchistischen Dokumentationszentrums »Das AnArchiv«. Herausgeber diverser Zeitschriften und Magazine, Autor zahlreicher Bücher, Aufsätze und Studien zu sozialen und politischen Themen.
Download Link:
http://depositfiles.com/files/d7xz49v7x
http://www.filesonic.com/file/22804709/a20-3894015373-.zip
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