Antispe

Antispeziesismus
Speziesismus ist die Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu
einer Art, so wie Rassismus und Sexismus die Diskriminierung aufgrund
der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe bzw. zu einem Geschlecht
sind.
Antispeziesismus (Anti-Speziesismus) ist daher ebenso notwendig wie
Antirassismus und Antisexismus.
Die Diskriminierung, Ausbeutung und Unterdrückung anderer wird
jeweils mit willkürlichen, ethisch irrelevanten Unterschieden begründet.
Rassisten, Sexisten und Speziesisten bewerten die Interessen der
Mitglieder der einen (meist ihrer eigenen) Gruppe höher als die der
anderen, selbst wenn diese geringer sind. Während mittlerweile
weitgehend Konsens über die Ablehnung von Rassismus und Sexismus
besteht, ist der Speziesismus nach wie vor allgegenwärtig. Alle diese
Formen der Diskriminierung verstoßen jedoch gegen das ethische Prinzip
des Gleichheitsgrundsatzes: Gleiches gleich zu behandeln.
Der Begriff "Speziesismus" ("speciesism") wurde Anfang der 70er von
Richard Ryder geprägt.
Speziesismus
Quelle:http://antispe.de/
Jährlich werden in Deutschland mehr als 500 Millionen Schweine, Kühe
und
Hühner für den Verzehr getötet. Die Zahl der jährlich weltweit getöteten
Fische wird nicht mehr in Individuen, sondern in Tonnen gezählt: 100
Millionen Tonnen Fisch werden jedes Jahr aus den Weltmeeren gezogen.
Hinzu kommen 55 Millionen Tonnen Fisch, die auf Fischfarmen gezüchtet
und getötet werden.
Die meisten Fleisch- und Milchprodukte, sowie Eier, stammen aus
Intensivhaltung. In Deutschland sind es rund 98,5% und in den USA sind
es soger 99,5%. Die Tiere werden in so kleinen Käfigen eingepfercht,
dass sie sich nicht einmal umdrehen können. Alles Natürliche wird ihnen
genommen – Hühnern wird der Schnabel mit einer heißen Klinge
abgeschnitten, Schweinen wird der Schwanz abgekniffen und Tiere, wie
Kühe, Schafe und Schweine werden kastriert – alles ohne Schmerzmittel.
Und man setzt sie massiv unter Druck, damit sie die höllischen
Bedingungen überleben, die sie ansonsten umbringen würden.
Es ist moralisch verwerflich, dass wir Tiere als Wegwerfartikel
betrachten, die wir benutzen und missbrauchen wie es uns gerade passt.
Die Ausbeutung der Tiere basiert auf denselben Vorurteilen, die auch
eine Ausbeutung von Menschen einer anderen Rasse, eines anderen
Geschlechts oder einer anderen Religion ermöglichen. Wir haben kein
Recht, Tiere zu benutzen – für Nahrung, Kleidung, Experimente oder
Unterhaltung.
Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Alexander v. Humboldt (1769-1859)
In einer Welt des Hasses und der Gewalt dürfen wir glücklich sein, der Ehrfurcht vor dem Leben zu dienen. Ethisch ist der Mensch nur, wenn ihm das Leben, auch das des Tieres heilig ist.
(Albert Schweitzer)
Solange es Schlachthäuser gibt,
wird es auch Schlachtfelder geben.
Leo Tolstoi (1828-1910)
Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten
Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die
erste und natürlichste Folge der Aufklärung.
Leo Tolstoi (1828-1910)
Worüber sich die wenigsten Menschen Gedanken machen, ist die
Geisteshaltung und -stärke von Veganern.
Jenny Wicke